IBL-Review Vol. 13
vom 13.08.2009
Supra- und nationalrechtliche Erfassung und praktische Handhabung von ungewollten GVO-Spuren im Kontext der Novellierung des Gentechnikrechts 2007/2008 - Während für den rechtmäßigen Umgang mit gentechnisch veränderten Produkten gesetzliche Grundlagen geschaffen worden sind, resultiert die Problematik der rechtlichen Einordnung und Behandlung von ungewollten GVO-Spuren in erster Linie daraus, dass das Gentechnikrecht ursprünglich für gezielte Tätigkeiten konzipiert wurde. Im wesentlichen befasst sich Olha Lebedynska in ihrer Arbeit mit der Analyse, ob und inwieweit es gegenwärtig möglich ist, die gefahrbegründenden Umstände und damit verbundene langfristige Risiken, die von den genetisch veränderten Organismen ausgehen, zu erkennen, ob und inwieweit die Tragweite dieser Risiken im Rahmen des nationalen und internationalen Gesetzesregelwerks im Bezug auf Genehmigungsverfahren hinreichend berücksichtigt worden ist und wie die Exekutive und Judikative der Problematik von ungewollter Verbreitung gentechnisch veränderten Materials begegnet sowie wer und in welchem Umfang für die Entstehung von ungewollten GVO-Spuren in konventionell hergestellten Lebensmitteln haftbar gemacht werden kann
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